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Wasserfilter
Info Wasserfilter
Übersicht Wasserfilter für Zuhause - verschiedene Wasserflter Filtrationstechniken im Blickpunkt
Wasserfilter – Wissenswertes über Trinkwasser, Wasserqualität und moderne Filtersysteme
Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Leitungswasser unterliegt in Deutschland den strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung und wird regelmäßig kontrolliert. Diese Kontrollen enden jedoch in der Regel an der Übergabestelle zum Gebäude. Auf dem Weg durch die Hausinstallation, ältere Rohrleitungen, Speicher oder Armaturen kann sich die Wasserbeschaffenheit verändern – etwa durch Rostpartikel, Sand, Ablagerungen oder geschmacksbeeinflussende Stoffe.
Moderne Wasserfilter unterstützen die gezielte Aufbereitung von Wasser. Je nach eingesetzter Filtertechnologie können sie dazu beitragen, Sedimente, Trübstoffe, Chlor, Geruchs- und Geschmacksstoffe oder weitere unerwünschte Bestandteile zu reduzieren. Welche Stoffe in welchem Umfang reduziert werden, hängt stets von der Wasserbeschaffenheit, dem Filtersystem und den Betriebsbedingungen ab.
Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Arten von Wasserfiltern es gibt, wie sie funktionieren und welche Lösungen sich für Haushalt, Gewerbe, Brunnenwasser, Outdoor-Einsätze und die Notwasserversorgung eignen können.
Warum werden Wasserfilter eingesetzt?
Wasserfilter werden eingesetzt, um die Wasserqualität für eine bestimmte Anwendung gezielt zu verbessern oder technische Anlagen zu schützen. Typische Gründe sind:
- Verbesserung von Geschmack und Geruch des Trinkwassers
- Rückhalt von Sand, Rost und Schwebstoffen
- Reduzierung von Chlor und geschmacksbeeinflussenden Stoffen
- Schutz von Leitungen, Armaturen, Warmwasserspeichern und Haushaltsgeräten
- Aufbereitung von Brunnen- und Regenwasser
- Unterstützung bei hartem, eisen- oder manganhaltigem Wasser
- Optimierung von Kaffee-, Tee- und Prozesswasser
- Unabhängige Wasserversorgung unterwegs oder im Krisenfall
Wie funktioniert ein Wasserfilter?
Wasserfilter arbeiten mit unterschiedlichen physikalischen und physikalisch-chemischen Verfahren. Ein mechanischer Filter hält Partikel zurück, die größer sind als seine Porenweite – angegeben in Mikrometern (µm). Grobe Vorfilter arbeiten beispielsweise mit 50 bis 100 µm, feine Sedimentfilter mit 5 µm oder weniger. Ein Adsorptionsfilter wie Aktivkohle bindet bestimmte gelöste Stoffe an seiner sehr großen inneren Oberfläche. Bei der Umkehrosmose wird Wasser unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst, die einen Großteil der gelösten Stoffe zurückhält.
In der Praxis werden diese Verfahren häufig kombiniert: Ein Sedimentfilter schützt einen nachgeschalteten Aktivkohlefilter vor vorzeitiger Verschmutzung, eine Osmoseanlage arbeitet in der Regel mit mehreren Vorfilterstufen.
Welche Arten von Wasserfiltern gibt es?
Sedimentfilter
Sedimentfilter halten Sand, Rost, Schlamm und andere feste Partikel zurück. Sie werden häufig als erste Filterstufe eingesetzt und schützen nachgeschaltete Komponenten. Je nach Ausführung bestehen die Filtereinsätze aus gewickeltem Polypropylen, Vlies, Gewebe oder Edelstahl.
Aktivkohlefilter
Aktivkohlefilter zählen zu den am häufigsten eingesetzten Wasserfiltern. Sie können dazu beitragen, Chlor, Geruchs- und Geschmacksstoffe sowie verschiedene organische Verbindungen zu reduzieren. Unterschieden wird zwischen Granulat-Aktivkohle und Aktivkohle-Blockfiltern, die zusätzlich feine Partikel zurückhalten.
Hauswasserfilter
Ein Hauswasserfilter wird unmittelbar nach der Wasserzähleranlage installiert und schützt das gesamte Leitungsnetz des Gebäudes vor eingeschwemmten Partikeln. Nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (u. a. DIN EN 806-2 und DIN 1988-200) ist ein solcher mechanischer Filter in Trinkwasserinstallationen vorgesehen. Rückspülbare Filter werden dabei regelmäßig gespült, bei nicht rückspülbaren Filtern wird der Filtereinsatz gewechselt – die Intervalle ergeben sich aus den Herstellerangaben und den technischen Regeln.
Trinkwasserfilter
Trinkwasserfilter werden direkt an der Entnahmestelle eingesetzt, meist platzsparend unter der Spüle. Sie bereiten gezielt das Wasser auf, das zum Trinken und Kochen verwendet wird, und arbeiten häufig mehrstufig mit Sediment- und Aktivkohlefilter.
Umkehrosmoseanlagen
Osmoseanlagen gehören zu den leistungsfähigsten Verfahren der Wasseraufbereitung. Sie können einen Großteil der im Wasser gelösten Stoffe – etwa Salze und Mineralien – reduzieren und werden eingesetzt, wenn besonders hohe Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit bestehen, zum Beispiel in der Aquaristik, im Labor oder für bestimmte gewerbliche Anwendungen. Da auch Mineralien reduziert werden, verfügen viele Anlagen über eine Remineralisierungsstufe.
Wasserenthärtung und Spezialfilter
Kalk lässt sich mit klassischen Sediment- oder Aktivkohlefiltern kaum reduzieren. Bei hartem Wasser kommen Enthärtungsanlagen mit Ionenaustauschern zum Einsatz. Für Brunnenwasser mit erhöhten Eisen- oder Mangangehalten gibt es Spezialfiltermedien und kombinierte Aufbereitungssysteme.
Filterarten im Vergleich
| Filterart | Hauptaufgabe | Typischer Einbauort | Geeignet für | Reduziert Kalk? |
|---|---|---|---|---|
| Sedimentfilter | Sand, Rost, Schwebstoffe zurückhalten | Hausanschluss, Vorfilterstufe | Hausinstallation, Brunnenwasser | Nein |
| Aktivkohlefilter | Chlor, Geruch, Geschmack reduzieren | Küche, nach Vorfilter | Trinkwasser, Kaffee und Tee | Nein |
| Hauswasserfilter | Schutz der gesamten Installation | Nach der Wasserzähleranlage | Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbe | Nein |
| Trinkwasserfilter | Mehrstufige Aufbereitung an der Entnahmestelle | Unter der Spüle | Haushalt, Büro, Gastronomie | Nur mit Spezialkartusche |
| Osmoseanlage | Großteil gelöster Stoffe reduzieren | Küche, Technikraum | Hohe Anforderungen, Aquaristik, Labor | Ja |
| Enthärtungsanlage | Wasserhärte reduzieren | Hausanschluss | Hartes Wasser, Haustechnik | Ja |
| Outdoor-/Notwasserfilter | Aufbereitung von Wasser aus alternativen Quellen | Mobil oder stationär | Camping, Expeditionen, Krisenvorsorge | Je nach System |
Welcher Wasserfilter ist der richtige?
Die Auswahl hängt von mehreren Faktoren ab. Diese Fragen helfen bei der Entscheidung:
- Welche Wasserquelle liegt vor? Leitungswasser, Brunnenwasser, Regenwasser oder Oberflächenwasser stellen unterschiedliche Anforderungen.
- Was soll reduziert werden? Partikel, Chlor, Kalk, Eisen oder gelöste Stoffe erfordern jeweils andere Verfahren.
- Wo soll gefiltert werden? Nur das Trinkwasser in der Küche oder das Wasser für das gesamte Gebäude?
- Welche Durchflussmenge wird benötigt? Für ganze Gebäude sind größere Gehäuse, etwa im Big-Blue®-Format, sinnvoll.
- Welche Anschlussgröße ist vorhanden? Das Gehäuse muss zur Leitung passen, zum Beispiel 3/4" oder 1".
Grundlage jeder Auswahl ist die Kenntnis der eigenen Wasserbeschaffenheit. Auskunft über die Qualität des Leitungswassers gibt der örtliche Wasserversorger. Bei Brunnenwasser empfiehlt sich eine Laboranalyse. Für eine erste Einschätzung des Gehalts an gelösten Stoffen eignen sich TDS-Messgeräte, etwa von HM Digital.
Wasseraufbereitung für Outdoor, Krisenvorsorge und Notwasserversorgung
Eine sichere Wasserversorgung ist nicht nur im Haushalt wichtig. Hochwasser, längere Stromausfälle oder technische Störungen können die öffentliche Versorgung beeinträchtigen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt deshalb, einen Wasservorrat von etwa zwei Litern pro Person und Tag für einen Zeitraum von zehn Tagen anzulegen. Mobile Wasserfilter können diese Bevorratung sinnvoll ergänzen, indem sie die Aufbereitung von Wasser aus alternativen Quellen ermöglichen.
Bei der Aufbereitung von Wasser aus Seen, Bächen, Zisternen oder Regentonnen kommen mehrstufige Systeme zum Einsatz, die Sediment-, Aktivkohle- und Membranfiltration kombinieren. Welche Stoffe und Mikroorganismen zurückgehalten werden, hängt von Filterfeinheit und Bauart ab – maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Herstellers.
Typische Einsatzbereiche mobiler Wasseraufbereitung:
- Camping, Trekking, Expeditionen und Reisen mit dem Wohnmobil
- Private Krisenvorsorge
- Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen
- Temporäre Wasserversorgung für Baustellen, Veranstaltungen und Gewerbe
- Notwasserversorgung für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen
Über die Wasserfilter Experten GmbH
Die Wasserfilter Experten GmbH ist Fachhändler und Hersteller für Wasserfiltration und Wasseraufbereitung. Neben dem Vertrieb bewährter Filtersysteme für Haushalt, Gewerbe und Industrie liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Notwasserversorgung und auf mobilen Outdoor-Wasserfiltern.
Mit dem Osmex Outdoor-Wasserfilter bietet die Wasserfilter Experten GmbH ein eigenes System für die mobile Aufbereitung von Wasser aus natürlichen und alternativen Quellen an. Es richtet sich an Outdoor-Anwender, Krisenvorsorger, Hilfsorganisationen und professionelle Nutzer, die unabhängig von der öffentlichen Versorgung Wasser aufbereiten möchten.
Unsere Fachberater unterstützen Privatkunden, Unternehmen und Einrichtungen bei der Auswahl eines geeigneten Systems – abgestimmt auf Wasserquelle, Wasserbeschaffenheit und Einsatzbereich.
Unsere Wasserfilter-Lösungen im Überblick
Aus den beschriebenen Verfahren ergeben sich unterschiedliche Systemlösungen. In unseren Kategorien finden Sie jeweils ausführliche Produktinformationen, technische Daten und passendes Zubehör. So können Sie gezielt das System auswählen, das zu Ihrer Wasserquelle und Ihrem Einsatzbereich passt – vom einzelnen Ersatzfilter bis zur mehrstufigen Komplettanlage.
- Trinkwasserfilter – mehrstufige Filtersysteme für Küche, Büro und Gastronomie, meist zur Montage unter der Spüle.
- Hauswasserfilter – zentrale Filter für den Einbau nach der Wasserzähleranlage, auch als leistungsstarke Big-Blue®-Systeme.
- Osmoseanlagen – Umkehrosmose für Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen.
- Wasserfilter-Gehäuse – Gehäuse in 10"- und 20"-Baugröße für individuell kombinierbare Filtersysteme.
- Filterkartuschen und Ersatzfilter – Sediment-, Aktivkohle- und Spezialkartuschen für den regelmäßigen Wechsel.
- Wasseraufbereitung und Enthärtung – kombinierte Systeme bei Kalk, Eisen und Mangan, etwa für Brunnenwasser.
- Outdoor- und Notwasserfilter – mobile Wasseraufbereitung für unterwegs und für den Krisenfall.
Typische Systemkombinationen
- Einfamilienhaus mit Leitungswasser: Hauswasserfilter nach der Wasserzähleranlage, ergänzt durch einen Trinkwasserfilter in der Küche.
- Hartes Wasser: Hauswasserfilter als Vorstufe in Kombination mit einer Enthärtungsanlage.
- Brunnenwasser: Mehrstufige Anlage aus Sedimentfilter, Spezialfiltermedium gegen Eisen und Mangan sowie Aktivkohle – auf Basis einer Wasseranalyse.
- Unterwegs und Krisenvorsorge: Mobiler Outdoor-Wasserfilter als Ergänzung zum Wasservorrat.
Bewährte Hersteller
Neben eigenen Systemen führen wir Produkte etablierter Marken. Eine Übersicht aller Marken finden Sie unter Wasserfilter nach Hersteller.
- Ecosoft – Osmoseanlagen, Wasseraufbereitung und Enthärtungssysteme
- Cintropur – Hauswasserfilter und Vorfiltersysteme
- HM Digital – TDS- und Leitwertmessgeräte zur Wasseranalyse
- Jabsco – Pumpen- und Filtersysteme
- Atlas Filtri, Pentair und Aquafilter – Filtergehäuse, Big-Blue®-Systeme, Sediment- und Aktivkohlefilter
Viele Filtergehäuse und Kartuschen dieser Hersteller arbeiten mit genormten Baugrößen wie 10" und 20". Dadurch lassen sich Filterstufen flexibel kombinieren und Ersatzkartuschen auch langfristig beschaffen. Achten Sie bei der Auswahl auf die passende Baugröße, die Anschlussgewinde und die empfohlene Filterfeinheit.
Wasserfilter kaufen bei Wasserfilter-Experten
Ob Trinkwasserfilter, Hauswasserfilter, Filtergehäuse, Ersatzkartuschen, Wasseraufbereitung oder mobile Systeme für Outdoor und Notwasserversorgung: In unserem Sortiment finden Sie Lösungen für private, gewerbliche und professionelle Anwendungen – inklusive passender Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien.
- Trinkwasserfilter ansehen
- Hauswasserfilter entdecken
- Ersatzkartuschen finden
- Osmex Outdoor-Wasserfilter ansehen
Ihre Vorteile bei Wasserfilter-Experten: ein breites Sortiment an Filtersystemen und Ersatzkartuschen, Produkte etablierter Hersteller, eigene Lösungen für Outdoor und Notwasserversorgung sowie eine Fachberatung, die Ihre Wasserquelle und Ihren Einsatzbereich berücksichtigt. So erhalten Sie Filter, Gehäuse und Verbrauchsmaterial aus einer Hand.
Sie sind unsicher, welches System zu Ihrer Wasserquelle passt?
Entdecken Sie unsere Kategorien oder lassen Sie sich von unseren Fachberatern unterstützen. Weitere Informationen und unser gesamtes Sortiment finden Sie auf der Startseite von Wasserfilter-Experten.
Häufige Fragen zu Wasserfiltern
Brauche ich einen Wasserfilter, obwohl Leitungswasser kontrolliert wird?
Das öffentliche Trinkwasser wird bis zur Übergabestelle am Gebäude kontrolliert. Ein Wasserfilter kann sinnvoll sein, um die Hausinstallation vor Partikeln zu schützen, den Geschmack zu verbessern oder Wasser für besondere Anwendungen aufzubereiten. Ob ein Filter sinnvoll ist, hängt von Ihrer Wasserbeschaffenheit und Ihren Anforderungen ab.
Ist ein Hauswasserfilter vorgeschrieben?
Nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (u. a. DIN EN 806-2 und DIN 1988-200) ist in Trinkwasserinstallationen ein mechanischer Filter unmittelbar nach der Wasserzähleranlage vorgesehen. Er schützt die Installation vor eingeschwemmten Partikeln und muss regelmäßig gewartet werden.
Wie oft sollten Filterkartuschen gewechselt werden?
Die Wechselintervalle hängen vom Filtertyp, der Wasserbeschaffenheit und dem Verbrauch ab. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Herstellers. Ein spürbarer Druckabfall oder eine sichtbare Verschmutzung sind Hinweise auf einen fälligen Wechsel.
Reduziert ein Wasserfilter Kalk?
Sediment- und Aktivkohlefilter reduzieren Kalk kaum. Bei hartem Wasser kommen Enthärtungsanlagen oder Osmoseanlagen zum Einsatz.
Was ist der Unterschied zwischen Wasserfilter und Osmoseanlage?
Ein klassischer Wasserfilter reduziert gezielt bestimmte Stoffe wie Partikel oder Chlor, Mineralien bleiben weitgehend erhalten. Eine Osmoseanlage reduziert über eine Membran einen Großteil der gelösten Stoffe einschließlich der Mineralien.
Wofür eignet sich ein Outdoor-Wasserfilter?
Outdoor-Wasserfilter ermöglichen die mobile Aufbereitung von Wasser aus natürlichen oder alternativen Quellen – etwa beim Camping, auf Reisen oder als Ergänzung zur Krisenvorsorge. Welche Stoffe zurückgehalten werden, hängt vom jeweiligen System ab.
Wie viel Trinkwasser sollte man für den Notfall bevorraten?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt etwa zwei Liter pro Person und Tag für einen Zeitraum von zehn Tagen. Mobile Wasserfilter können den Vorrat ergänzen.
Wer einwandfreies, sauberes und frisches Trinkwasser genießen möchte, hat gewissermaßen 2 Möglichkeiten. Entweder Sie suchen sich ein mineralarmes Top-Mineralwassers in Glasflaschen aus, das kostenintensiv und von optimaler Qualität ist wie z.B. "Lauretana", das Sie dann zukünftig trinken, damit kochen und Kaffee/Tee etc. zubereiten oder Sie filtern Ihr Trinkwasser mit Hilfe einer Osmoseanlage selbst. Welche Möglichkeiten der Wasseraufbereitung es grundsätzlich gibt, erfahren Sie unserer nachstehenden Ausarbeitung.
Aktivkohlefilter
Durch den Einsatz eines hochwertigen Aktivkohlefilters können die möglicherweise im Leitungswasser befindlichen Elemente wie z.B. Chlor und gelöste Schwermetalle gut entfernt werden. Andere im Wasser gelöste Stoffe wie Kalk oder Nitrate werden nicht mit einem Aktivkohlefilter ausreichend entfernt.
Da Aktivkohlefilter oftmals zur Verkeimung neigen, können sich im Wasser befindliche Keime in einem normalen Kohlefiltern stark vermehren. Folglich ist ein Aktivkohlefilter nur dann zu empfehlen, wenn bestimmte, vereinzelte Elemente aus dem Wasser gefiltert werden sollen und es sich um einen modernen Filter handelt, der den Durchbruch von Bakterien unterbindet.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Aktivkohlefilter positive Filtereigenschaften vor allen bei Stoffen aus der organischen Chemie haben, jedoch bei anderen Elementen wie Nitrat eher nachlässig verhalten. In Kombination mit anderen Filtersystemen sind Aktivkohlefilter sehr nützlich.
Destillation
Bei der Destillation, auch Dampfdestillation genannt, handelt es sich um ein thermisches verfahren, bei dem durch Erhitzen und Abkühlen die Verdampfung und Kondensation flüchtiger Stoffe gefördert wird. So gelangen beim Verdampfen von Wasser nur die Wassermoleküle in die Kondensspule sowie jene Stoffe, die leichter flüchtig sind als Wasser. Andere Stoffe wie beispielsweise bleiben hingegen zurück und werden so abgetrennt. Die Schwächen dieser Methode liegen im hohen Stromverbrauch, in der regelmäßigen Reinigung des Verdampfungsgefäßes sowie in der hohen Gefahr der Verkeimung im Auffangbehälter. Zudem können Verunreinigungen wie Chlor, Pestizide und Herbizide nicht entfernt werden, da es sich hierbei um leicht flüchtige Stoffe handelt.
Ionenaustauscher
Ionenaustauscher sind Materialien, mit denen sich im Wasser gelöste Stoffe wie zum Beispiel Kalk entfernen lassen. Dabei findet ein Ionenaustausch statt. Die Ionenaustauscher kommen in der Praxis als Säulen, die mit einem Ionenaustauschstoff gefüllt sind oder als Membranen vor.
Oft werden Ionentauscher für die Wasserenthärtung eingesetzt und entziehen diesem das Kalzium und Magnesium, so dass das Wasser „kalk frei / kalk ärmer“ wird. Hierbei wird das Wasser durch ein Harz geleitet, welches mit Natrium-Ionen angereichert ist. Die Kalzium-Ionen werden im Harz eingelagert und Natrium-Ionen
werden an das Wasser abgegeben. Der ph-Wert bleibt erhalten. Ist das Harz erschöpft, kann diese mit einer Kochsalzlösung regeneriert werden.
Sedimentfilter
Als Sedimente werden im Zusammenhang mit Filtration Partikel beschrieben, die mit dem Wasser transportiert und sich als eine Schicht fester Partikel auf dem Boden eines Wasserkörpers absetzen können. In einer Wasseraufbereitungsanlage können dies unter anderem Rostflocken aus den Rohrleitungen, Sandkörner, kleine Stücke organischer Substanzen, Lehmpartikel oder andere kleine Partikel sein.
Wasser, das einen hohen Anteil an Sedimenten aufweist, beeinträchtigt zum Beispiel den ästhetischen Wert von Getränken. Ein Sediment- oder Feinfilter fungiert als Sieb, um diese Partikel zu entfernen. Wichtig zu beachten ist, dass Filter dieser Art nur Partikel, nicht jedoch Chemikalien oder Schwermetalle entfernen. Durch die Anwendung eines Sedimentfilters verbessert sich nicht der Geschmack oder Geruch des Wassers.
Osmoseanlage
Bei der Osmoseanlage kommt ein von der NASA entwickeltes Verfahren (Umkehrosmose) zum Einsatz, dass bis zu 99,9% aller im Wasser befindlichen Stoffe auf rein mechanischer Wirkungsweise entfernt. Dabei wird das Wasser durch eine halbdurchlässige Membrane gepresst, deren Poren so fein sind, dass fast nur Wassermoleküle diese durchdringen. Die zurückbleibenden Stoffe werden hierbei nicht gesammelt, sondern ins Abwasser abgegeben, sodass die Umwelt nicht durch Zusatzstoffe belastet wird. Qualitative Osmoseanlagen haben sich weltweit viele Millionen mal bewehrt und liefern absolut sauberes Trinkwasser.
Tabelle: Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung
| Osmose- anlage | Destillation | Ionen- tauscher | Aktiv- kohlefilter | Sediment- filter | |
| Arsen | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Blei | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Bakterien, Pilze | Ja | Ja | Nein | Teilweise | Nein |
| Viren | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein |
| Medikamenten- rückstände | Ja | Ja | Nein | Teilweise | Nein |
| Cadmium | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Chloride | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein |
| Phosphate | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Radioaktive Stoffe | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Dioxin | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Nitrate | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Kalium | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Kalk | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Natrium | Ja | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Flouride | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein |
| Laugensalze | Ja | Teilweise | Nein | Nein | Nein |
| Organische Stoffe | Ja | Teilweise | Nein | Ja | Nein |
| Chlor | Ja | Ja | Nein | Ja | Nein |
| Schwebstoffe | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja |
| Pestizide | Ja | Ja | Nein | Ja | Nein |
| Schlechter Geruch | Ja | Ja | Nein | Ja | Nein |
| Schwefel- verbindungen | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Schlechter Geschmack | Ja | Nein | Nein | Ja | Nein |
Wie die oben stehende Tabelle verdeutlicht, gibt es verschiedene Arten der Wasseraufbereitung mit verschiedenen Stärken und Schwächen. Dabei wird deutlich, dass einzigallein mit einer Osmoseanlage als Filtrationstechnik jegliche Arten von Verunreinigungen entfernt werden können. Aufgrund dieses Alleinstellungsmerkmals informieren wir Sie im folgenen Kategoriepunkt detaillierter zum Thema Osmoseanlage.
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